Und es war Sommer

Sommer 2026 im Kino

Was in den frühen 1990er-Jahren als ironische Parodie auf den deutschen Schlager begann, entwickelte sich zu einem nationalen Phänomen. „Und es war Sommer" erzählt die Geschichte einer Band, die Generationen begeistert hat. Der Film kombiniert exklusives Archivmaterial, intime Interviews und mitreißende Live-Aufnahmen zu einem einzigartigen Kinoerlebnis.

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Inhalt

Was in den frühen 1990er-Jahren als ironischer Studentenauftritt begann – eine satirische Hommage an die sentimentale Popmusik des Westdeutschlands der 1970er-Jahre – entwickelte sich schrittweise zu einem nationalen Phänomen.

Die Figur „Dieter Thomas Kuhn", ursprünglich als Parodie auf Nostalgie und überholte Männlichkeitsbilder erfunden, begann ein Eigenleben zu führen. Mit dem wachsenden Publikum wich die Ironie der Routine, und aus der Performance wurde Identität.

Seit über 30 Jahren spielt die Band ausverkaufte Shows in ganz Deutschland und bietet ihren treuen Fans mit ihrer mitreißenden Interpretation bekannter Schlager Kitsch, Glitzer und eine euphorische Flucht aus dem Alltag. Bis heute begeistern Dieter Thomas Kuhn und Band damit ein Publikum, das Seite an Seite mit ihnen älter geworden ist. Die Körper sind müde, die dreistündige Shows zehren an den Kräften – doch ans Aufhören ist nicht zu denken: Die Bühne hält sie jung.

Regisseurin Juliane Sauter hat die Band begleitet und dabei Momente eingefangen, die so noch nie zu sehen waren.

Der Film verbindet den Touralltag mit Archivmaterial, intimen Momenten der Freundschaft und prägenden Erinnerungen aus der Bandgeschichte mit mitreißenden Live-Aufnahmen. „Und es war Sommer" ist ein Porträt über Musik, Freundschaft, das Älterwerden und die Vergänglichkeit eines Lebens auf der Bühne.

Statement der Regisseurin Juliane Sauter:

Als ich Dieter Thomas Kuhn und seine Band vor zwei Jahren kennenlernte, hatte ich Vorurteile: Männer über 50, die auf der Bühne Rockstars spielen – nicht wirklich etwas, womit ich mich identifizieren konnte. Aber je mehr Zeit ich mit Tommy und der Band verbrachte, desto klarer wurde mir: Da steckt viel mehr dahinter. Es geht um eine Generation, die sich langsam verabschiedet – von ihren Träumen, von ihrer Jugend und vielleicht bald auch von der Bühne. Und gleichzeitig wurde mir bewusst, wie sehr ihre Probleme auch meine sind. Dieter Thomas Kuhn gehört zur Generation meiner Eltern. Eine Generation, die im Internet oft als „Boomer" verspottet wird. Aber mir wird klar: Wir sind gar nicht so verschieden. Ihre Fragen werden auch meine sein. Was passiert, wenn das vermeintlich endlose Leben plötzlich endlich wird? Wenn man sich fragt: „War das alles?" Wird es zum täglichen Gedanken? Wenn dein Spiegelbild dir nicht mehr die Zukunft, sondern die Vergangenheit zeigt? Und die Momente auf der Bühne, in denen Tommy den Rockstar in Glitzeroutfits und mit geföhntem Haar spielt, plötzlich das zu sein scheinen, was sie wirklich sind: ein Festhalten an der Jugend. Eine Weigerung, erwachsen zu werden. Ein Leben, das sich um Musik dreht, die Erinnerungen birgt: Ein paar Takte genügen, und wir sind zurück in der Vergangenheit. Schlager ist Nostalgie in ihrer reinsten Form. Aber was bedeutet es, wenn der Blick zurück auf vermeintlich unbeschwerte Zeiten zum Lebenssinn wird?

Statement des Produzenten Carsten Schuffert:

Ich lebe nun seit 36 Jahren in Tübingen, einer Stadt, in der beinahe jeder jeden kennt. Und so ist natürlich auch Dieter Thomas Kuhn kein Unbekannter für mich. Mit meiner ganzen Familie waren wir mehrfach auf seinen Konzerten und haben uns selbst seinen Konzerten hingegeben. Mit vielen Freunden und in bester Stimmung sind wir jedesmal für drei Stunden abgetaucht und anschließend glücklich von dannen gezogen. Und das, obwohl ich im „echten" Leben Schlager nicht ausstehen kann. Und natürlich konnte ich beobachten, wie die „Kapelle", wie sie sich nennt, zusammen mit mir alterte und trotzdem immer weiter machte. Da wurde mir klar: Diese Geschichte will ich gerne produzieren.

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